Temporärer Blog mit Informationen zu Chinesischer Medizin und Qigong für die Zeit der Coronavirus-Pandemie

Tuesday, May 12, 2020

Qigong und Taiji in Spitälern in China

Heute habe ich getan, was ich schon länger vorhatte, und weiteres Video-Material aus chinesischen Spitälern zusammengesucht, auf denen man Ärzte oder Pfleger zusammen mit Patienten traditionelle Übungen ausführen sieht: Taijiquan, Wuqinxi (das Spiel der Fünf Tiere), Baduanjin (Die Acht Ballen Brokat) und andere mehr. 

Aus den offiziellen Verlautbarungen der Regierung, aus Artikeln in chinesischen Presse und auch aus den Berichten der Patienten selbst geht klar hervor, dass diese nicht-medikamentösen Behandlungen eine wichtige Rolle in der Behandlung von COVID-Patienten gespielt haben: 

Die Behandlung wurde effektiver (egal, ob schulmedizinisch oder TCM), es konnte Verschlechterungen des Krankheitszustandes entgegengewirkt werden, Patienten berichteten nach den Übungen von einer deutlichen Verbesserung der Symptome, die Beziehung und das Vertrauensverhältnis zwischen medizinischem Personal und Patienten sowie der Patienten untereinander wurde gefestigt... 

Nicht nur zur Behandlung, auch zur Vorbeugung sind diese Art der Übungen (Taiji und Qigong) sehr gut geeignet. Wie auch auf einer der Pressekonferenzen des Chinesischen Staatsrats angemerkt wurde: Chinesische Kräutermedizin sei sehr effektiv in der Vorbeugung, aber auch das Üben traditioneller Körpertechniken habe eine so gute Wirkung, dass man ohne Einnahme von Kräuterverschreibungen effektiv Vorbeugung betreiben könne. 

Darauf hat vor Jahren ja schon unser Lehrer Prof. Lin Zhongpeng hingewiesen: Krankheitserreger entstehen laufend neue; der Vorteil der chinesischen Medizin ist, dass sie durch diese hervorgerufene Krankheiten behandeln kann, ohne auf die naturwissenschaftliche Analyse des Erregers und die Entwicklung eines Gegenmittels warten zu müssen. Die TCM hat das diagnostische und therapeutische Arsenal, auch neue epidemische Erkrankungen behandeln zu können. Ebenso Qigong: Genau wie die TCM kämpft es nicht gegen einen Krankheitserreger, sondern reguliert das Qi. Es ist aufgrund der Regulation, dass das Qi des Krankheitserregers nicht eindringen kann. Durch Qigong wird eine innere Qi-Umgebung geschaffen, die einen schlicht und einfach weniger angreifbar macht. 

Die westliche Medizin bekämpft den Erreger, die chinesische Medizin und Qigong kümmern sich nur insofern um den Erreger, als sie dessen Qi-Charakteristika identifizieren, in der Therapie geht es dann jedoch um die Regulation des Systems. Die westliche Behandlung konzentriert sich auf die isolierte Einzelheit (das Virus), die chinesische Behandlung kümmert sich um das Umfeld, das Milieu, das Beziehungsgeflecht. Dies wird bei uns nicht verstanden, wenn man der chinesischen Medizin archaisches Denken und archaische Methoden vorwirft oder sie in die Esoterik-Ecke stellt, da Yin, Yang und Qi keine naturwissenschaftlichen Konzepte sind, oder wenn man behauptet, ohne tatsächliches Wissen und ohne Verständnis der Wirkmechanismen, dass diese Methoden nicht wirken können. 

Hier jedenfalls ein paar Videos, die in Krankenhäusern gedreht wurden, in denen kombiniert mit Schulmedizin und TCM behandelt wurde, oder sogar ausschließlich mit TCM, wie im Fangcang-Spital in Wuhan.

Wuhan: 


Quzhou:


Hefei:


Wuhan:


Wuhan:


Wuhan:


Wuhan:


Guangzhou:


Fujian:


Ganzheitsmedizinischer Kongress in Wien zu Covid 19 - Therapie, Prävention und Nachsorge

Über die wichtige, wesentliche und äußerst erfolgreiche Rolle, die die TCM in der Pandemiebekämpfung und -kontrolle in China spielt, wird in...