Temporärer Blog mit Informationen zu Chinesischer Medizin und Qigong für die Zeit der Coronavirus-Pandemie

Wednesday, January 20, 2021

Zhuanyangong 转眼功 - Eine Übung für die Augen

Hier ist eine einfache Übung für die Augen. Die Pandemie mit den langen Phasen des Lockdowns hat bei den meisten von uns sicher nicht dazu geführt, dass weniger auf Bildschirme geschaut wird, auf Computer, Smartphone, Fernseher etc. Darum wollte ich schon des längeren eine Übung speziell für die Augen posten.

Die Übung besteht aus zwei Teilen und ist leicht beschrieben: 
  1. Die Augen schließen, und dann mit den Augen langsame Kreise beschreiben. 36 x im Uhrzeigersinn und 36x im Gegenuhrzeigersinn.
  2. Danach mit den Zeigefingern die Chengqi-Akupunkturpunkte massieren. Chengqi 承泣 ist der erste Punkt des Magenmeridians, er befindet sich unterhalb des Auges in der Mitte am Knochenrand der Augenhöhle.
In China wurde diese Augenmassage durch Dr. He Puren 贺普仁, einen der Großmeister der Chinesischen Medizin*, bekannt gemacht. Einer der berühmtesten Akupunkteure Chinas, deshalb auch „Fliegende Nadel“ genannt, war er in seinen 50ern an Grauem Star fast erblindet. Es gab im damaligen China keine Therapiemöglichkeiten, die ihm akzeptabel erschienen, darum griff er auf diese Methode zurück. Er übte sie täglich und vermochte sich damit nicht nur erfolgreich selbst zu behandeln, sondern seine 
Augen bis an sein Lebensende gesund zu erhalten. 

Durch diese Methode werden die Meridiane im Augenbereich durchgängiger und die lokale Zirkulation von Qi und Blut verbessert sich. Die Übung wird sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie von Augenkrankheiten verwendet.

Man kann die Übung im Stehen, Sitzen oder Liegen machen. Von der Einfachheit braucht man sich nicht täuschen zu lassen, die Übung ist sehr wirkungsvoll, vorausgesetzt man macht sie zumindest einmal am Tag. Und sie ist einfach genug und auch kurz genug, dass sie keine Belastung darstellt.

*das ist ein Ehrentitel, den in China besonders berühmte und verdienstvolle TCM-Ärzte verliehen bekommen.

Hier ist das Video dazu:



Sunday, January 17, 2021

Freude findet sich inmitten - Eine Qigong-Übungsstunde

Ein Video zum Mitüben. 

Einfache Übungen, die alle das Grundprinzip des Qigong zum Ausdruck bringen, nämlich die Verbindung von Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit. 

Yi qi xing heyi 意气形合一, heißt es auf Chinesisch: Das Vereinen und Zusammenführen von yi 意 - Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedanke, Vorstellung - mit qi 气 - Atem, Energie, innerer Bewegung - und xing 形 - Gestalt, Körper, Bewegung, Haltung, Form.

Die Übungen im Video sind sehr einfach. Dies erleichtert das Mitüben, vor allem, wenn man Übungen nicht kennt. Da dao zhi jian zhi yi 大道至简至易- Der große Weg ist äußerst einfach und äußerst leicht. Im Qigong halte ich mich an diesen Grundsatz, den meine Lehrer in China immer wieder betont haben. 

Natürlich gibt es auch komplizierte Qigong-Übungen, es spricht auch nichts dagegen, solche Übungen zu lernen und zu praktizieren, doch heißt das nicht, dass sie deswegen besser, fortgeschrittener oder wirkungsvoller sind. Im Qigong geht es immer um das Ordnen des Qi, um das Gleichgewicht von Yin und Yang in all ihren Aspekten und um den resultierenden freien Fluss der Energien.

Jede Übung, einfach oder komplexer, wird das Qi ordnen, um die Mitte herum organisieren und ins Gleichgewicht bringen, solange die Grundprinzipien des Qigong beachtet werden. Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit zu verbinden ist eines dieser essentiellen Prinzipien, Einfachheit und Natürlichkeit sind zwei weitere.

Im Video zitiere ich Prof. Cong, der in den Seminaren, die er in Österreich, Deutschland  und Südtirol abhielt, wiederum seinerseits gern zitiert hatte: Freude findet man inmitten. Le zai qi zhong 乐在其中. Freude befindet sich in der Mitte all dessen. 

Dieses Zitat stammt aus den Gesprächen des Konfuzius. Die ursprüngliche Passage lautet in Richard Wilhelms Übersetzung: Gewöhnliche Speise zur Nahrung, Wasser als Trank und den gebogenen Arm als Kissen, auch dabei kann man fröhlich sein*, aber ungerechter Reichtum und Ehren sind für mich nur flüchtige Wolken.

Prof. Cong meinte damit, dass sich beim Qigong, wenn das Qi zu kommunizieren beginnt, Freude und Fröhlichkeit unweigerlich einstellen, und dass diese Freude und Fröhlichkeit zumindest eine Ahnung vermitteln können vom Verbundensein von Mensch und Natur, vom Individuum mit dem großen Ganzen.

*In meiner Übersetzung oben: Freude findet sich inmitten all dessen.



Saturday, January 16, 2021

Weitere Songs of Comfort

Ein weiteres Übungsvideo ist am Laden. Es ist diesmal wieder ein längeres, als Übungsstunde gedachtes Video, darum wird es aufgrund der Bearbeitungs- und Ladezeiten wohl erst morgen auf Youtube verfügbar sein.

Aber ich habe schon des längeren keine Songs of Comfort mehr gepostet, darum hier drei Musikstücke: 

Die ersten beiden wurden in letzter Zeit von Yo-Yo Ma auf YouTube gestellt:

„Appalachia Waltz" und, im Zusammenspiel mit dem syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh dessen Komposition: „The Fence, the Rooftop and the Distant Sea".

Das dritte Video ist ebenfalls wunderbare Music of Comfort: 

Drei Bach-Transkriptionen, gespielt von György Kurtág zusammen mit seiner Frau Márta vor fünf Jahren bei einem Konzert in Budapest.





Friday, January 15, 2021

TCMconnect - TCM-Beratung in besonderen Zeiten

Ich möchte hier noch kurz an das gestrige Posting zu TCM und Covid-19 anschließen. Die Pandemie hält uns trotz der angelaufenen Impfungen weiter im Griff, und aufgrund der in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten infektiöseren Mutationen des Coronavirus wächst weltweit die Sorge.

Darum möchte ich hier noch einmal an TCMconnect erinnern, eine Initiative der österreichischen Gesellschaften für TCM zusammen mit dem Dachverband für TCM Österreich & verwandte Gesundheitslehren Österreichs.

Die Initiative ist zur Hilfe und Unterstützung von Covid-Patienten gedacht. Im Falle einer Corona-Infektion hat man die Möglichkeit, einen der auf der Webseite aufgelisteten TCM-Ärzte per Videotelefonie für eine Beratung oder ein diagnostisches Gespräch zu kontaktieren und in der Folge eine TCM-Behandlung zu erhalten

Genaueres findet man auf der Webseite. Hier ist der Link: www.TCMconnect.at

Dies ist eine wichtige und hilfreiche Initiative. Ohne ausgebildete Ärzte können die Möglichkeiten der TCM bei uns niemandem zugutekommen. Die TCM ist zwar eine ganz andere Medizin als die westliche Medizin, aber trotz aller polemischen Behauptungen keine Pseudomedizin. Es ist richtige Medizin, die nur von ausgebildeten Ärzten ausgeübt werden kann. 

Letzteres betone ich. In der letzten Zeit findet man z.B. Presseberichte über Shufeng jiedu, eine chinesische Kräuterrezeptur, die bei Influenza oder auch bei einer Corona-Infektion verwendet werden - zur Behandlung, nicht zur Vorbeugung - und online bezogen werden kann (zu einem massiv überhöhten Preis). Mir wurden diesbezüglich schon mehrmals Fragen gestellt. 

Man kann es nur klipp und klar sagen: Es macht absolut keinen Sinn, sich privat ohne Verschreibung durch einen TCM-Arzt Kräuterverschreibungen zu besorgen. Man kann einfach nicht wissen, ob eine bestimmte Rezeptur für einen geeignet ist. Chinesische Kräuterverschreibungen sollten nie ohne ärztliche Diagnose genommen werden, wenn einem die eigene Gesundheit am Herzen liegt. Richtig angewandt, können sie von hervorragender Wirksamkeit sein, falsch angewandt, können sie zu Nebenwirkungen führen, krank machen oder eine vorhandene Krankheit verschlimmern. Das ist ganz wie bei unserer Medizin, wo ja auch niemand auf den Gedanken käme, im Falle einer ernsten Erkrankung Medikamente ohne Verschreibung blind einzunehmen.

Darum erinnere ich heute nochmals an TCMconnect. Diese Initiative ist wichtig und hilfreich, sie ermöglicht den niederschwelligen Zugang zur TCM, zu den Ärzten und zu den Rezepturen, die in der Behandlung und Prävention von COVID-19-Infektionen in China so erfolgreich eingesetzt wurden. Solange die pandemische Lage so angespannt ist wie momentan, ist es gut zu wissen, dass es auch diese Option gibt.

Thursday, January 14, 2021

Dr. Zhang Boli - TCM und Covid-19 in China

Es ist nicht so leicht, nicht-chinesischsprachiges Material zur Pandemiebekämpfung in China zu finden. Aber hier sind nun zwei kurze Berichte aus dem chinesischen Fernsehen mit englischen Untertiteln, die den Aspekt der Pandemiebekämpfung zeigen, der bei uns nicht nur in Österreich nicht einmal ignoriert wird. Oder wenn erwähnt, als unwissenschaftlicher Humbug oder Pseudomedizin abgetan wird: nämlich die TCM.

In den beiden Berichten wird einer der drei letztes Jahr in der Pandemiebekämpfung wichtigsten TCM-Ärzte porträtiert, Zhang Boli 张伯礼, Rektor der TCM-Universität Tianjin und Mitglied der Akademie der Medizinischen Wissenschaften.

In den beiden Videos wird über Wuhan gesprochen, dort wütete das Coronavirus am schlimmsten und dort waren die meisten Toten zu verzeichnen. Die Lage in Wuhan verbesserte sich rapide, als aus ganz China TCM-Behandlungsteams mit hunderten von Spezialisten nach Wuhan entsandt wurden. Zhang Boli leitete eines dieser Behandlungsteams. 

Die TCM wurde in Wuhan in 90% der Fälle eingesetzt, allein oder in Kombination mit der westlichen Medizin. Am wichtigsten waren hierbei die Kräuterdekokte, über die habe ich ja schon im Frühjahr geschrieben wie z.B. den „Dekokt zur Klärung der Lunge und Elimination von Toxinen“. 

Dekokte wurden Verdachtsfällen, Personen in Quarantäne, Kontaktpersonen infizierter Personen und Personen mit unklarer Diagnose verabreicht, um möglichst frühzeitig die Übertragungswege des Virus zu stoppen und auch, um Covid von anderen Erkrankungen wie z.B. der Grippe differenzieren zu können. 

Das gesamte Arsenal der TCM inklusive Qigong und Massage wurde bei leichten Fällen zum Einsatz gebracht, um schweren Krankheitsverläufen vorzubeugen. Dr. Zhang Boli berichtet, dass im Jiangxia Provisorischen Krankenhaus in Wuhan, an dem er arbeitete, insgesamt 564 leichte und normale Fälle behandelt wurden, bei keinem einzigen trat eine Verschlechterung ein, und es gab keine Infektionen unter dem Krankenhauspersonal. 

Patienten mit schwerem Verlauf wurden ebenfalls mittels einer Kombination von TCM und westlicher Medizin behandelt, was zu schnellerer Genesung und einer Senkung der Mortalitätsrate führte. 

Und dann gab es noch ein umfassendes TCM-Rehabilitationskonzept zur umfassenden Genesung.

Die weltweite Pandemie ist weltweit nun in ein Stadium eingetreten, dass sie selbst bei Akzeptanz von TCM-Kräuterdekokten in den Staaten des Westens nicht mehr eingedämmt werden könnte, diese Menge an natürlichen Resourcen gibt es einfach nicht. Trotzdem ist es wichtig, sich bewusst zu machen, was in China gezeigt werden konnte, nämlich dass die TCM in einer Pandemie hochwirksam und schnell eingesetzt werden kann, und dass sie genau das besitzt, was der westlichen Medizin fehlt, auch wenn es nur wenige zur Kenntnis nehmen wollen: die massgeschneiderten Rezepturen zu Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation. 

Warum China selbst jetzt, zu einer Zeit, wo sich die Situation in Europa und Amerika im Vergleich zum Frühjahr um ein Vielfaches schlimmer entwickelt hat, solch niedrige Infektionszahlen aufweist, wird immer auf den Despotismus der chinesischen Regierung zurückgeführt, der selbst die drastischsten Maßnahmen erlaubt, abgesehen davon werden ja auch die offiziellen Zahlen immer bezweifelt. Man könnte aber doch auch fragen: gibt es angesichts dessen, dass Covid in China unter Kontrolle ist, außer großflächigen Lockdowns, strenger Isolierung, intensivem Testen vielleicht auch einen in unserer Presse unterrepräsentierten oder übersehenen Aspekt des Umgangs mit der Covid-19-Pandemie?

Leider finden es westliche Journalisten nicht notwendig, diesbezüglich zu recherchieren und zum Beispiel zu berichten, das es in China eine klare Strategie der Pandemiebekämpfung gibt und wie diese im Detail aussieht. Die TCM ist nämlich Teil dieser Strategie, doch erfährt man dies bei uns nicht.

China steht im Westen unter heftiger Kritik, aufgrund der Internierung von Millionen Uighuren in Xinjiang, des Sicherheitsgesetzes und des Ausschaltens der demokratischen Opposition in Hongkong, der Drohgebärden gegenüber Taiwan, um nur einige wenige Punkte unter vielen zu nennen. Auch sind viele Aspekte der chinesischen Pandemiebekämpfung nur in einem autokratischen Staat umsetzbar, nicht jedoch in den demokratischen Gesellschaften des Westens. Doch einen Aspekt gibt es, der nicht im Widerspruch zur Demokratie steht, und das ist die TCM, worauf ich mit den beiden Videos wieder einmal hinweisen möchte.

In einem anderen Beitrag werde ich ein paar der Quellen posten, die zu TCM und Covid-19 im Netz zugänglich sind. Zur TCM-Rolle bei der Covid-19-Bekämpfung gibt es das zu diesem Thema verfasste Buch von Dr. Zhang Boli inzwischen auch auf Englisch: 

Zhang Boli, Liu Qingquan: Traditional Chinese And Western Medicine For Diagnosis And Treatment Of Coronavirus Disease 2019 

Hier sind die beiden Videos. Dass sie aus dem chinesischen Fernsehen stammen, merkt man an der manchmal pathetischen Musik. :)




Tuesday, January 12, 2021

Tongtian Guandi Gong 通天贯地功 - Kurzes Übungsvideo

Hier nun das angekündigte kürzere Übungsvideo mit dem Tongtian Guandi Gong 通天贯地功, der Übungsfolge der Kommunikation mit Himmel und Erde.

Auf diese Art und Weise praktiziert, kann man die Übung sehr gut in den Tagesablauf integrieren. 

Am besten ist es, morgens gleich nach dem Aufstehen, noch vor dem Frühstück, zu üben, wen das nicht realistisch ist, geht natürlich auch jede andere Tageszeit. Direkt nach dem Essen ist allerdings nicht so ideal, da ist es besser zumindest eine halbe Stunde zuzuwarten.

Die Anzahl der Wiederholungen pro Bewegung ist:

1. Übung (Fersen heben und Hände drehen): 9 x

2. Übung (Von oben nach unten leiten): je 1x (vorne, hinten, seitlich)

3. Übung (Kreise und die Hände zum Körper führen): je 1x (Stirn-, Brust-, Bauchhöhe)

4. Übung: 2 Minuten stehen

5. Übung: 9 Kreise in beide Richtungen 


Sunday, January 10, 2021

Tongtian guandi 通天贯地 - Kommunikation mit Himmel und Erde

Hier ein wenig Hintergrundinformation zu den Tongtian-Guandi-Übungen: 

Lin Zhongpeng
Zu Beginn der 1980er-Jahre gründete Prof. Lin Zhongpeng 林中鹏 das Chinese Qigong College for Advanced Studies (Zhonghua Qigong Jinxiu Xueyuan 中华气功进修学院) in Beijing, die in den folgenden Jahrzehnten wichtigste Ausbildungsstätte für Qigong in China.

Einer der zentralen Inhalte des Unterrichts am Qigong College in Beijing war die aus klassischen Übungen zusammengestellte Übungsreihe mit dem Namen Tongtian guandigong 通天贯地功 - Kommunikation mit Himmel und Erde.   
                                                                                                                   
Sie besteht aus fünf Einzelübungen, wobei die zweite Übung die wichtigste darstellt. Prof. Lin Zhongpeng 林中鹏 entnahm sie dem Zhubing yuanhou lun 诸病源候论, der Abhandlung über Krankheiten und ihre Symptome, einem medizinischen und auch Qigong-Klassiker, den ich schon ein paar Mal auf diesem Blog erwähnt habe.

Chao Yuanfang
Dieses Werk war im Jahr 610 von Chao Yuanfang 巢元方, dem kaiserlichen Arzt am Hof der Sui-Dynastie, veröffentlicht worden. Es ist ein bemerkenswertes Buch, stellte es doch nicht nur Chinas erste Abhandlung über die Ätiologie und Symptomatik von Erkrankungen dar, es war auch Chinas erste Qigong-Publikation, bestand doch die Therapie für alle im Buch beschriebenen Krankheiten ausschließlich aus therapeutischen Qigongübungen. 

Der Sui-Kaiser Yangdi 炀帝hatte damals die Entscheidung getroffen, Qigongübungen - die zu der Zeit bereits weit verbreitet waren, sowohl unter der Elite des Reiches als auch in Daoismus und Buddhismus - in das staatliche medizinische System zu inkorporieren, und nicht nur das, sie allen anderen medizinischen Behandlungsmodalitäten überzuordnen und damit zum Hauptbestandteil des Medizinsystems zu machen. Dieser Hintergrund erklärt, warum die Abhandlung über Krankheiten und ihre Symptome als detailliertes therapeutisches Qigong-Kompendium verfasst wurde. 

Zur Zeit des "Qigong-Fiebers" im China der 1980er-Jahre, als unzählige Übungen Popularität erlangten und die Zahl derjenigen, die Qigong praktizierten, innerhalb kurzer Zeit auf 100 Millionen stieg,  gründete Prof. Lin sein Ausbildungsinstitut, um an der alten Tradition anzuknüpfen und ihr theoretisches Fundament in klarer Sprache zu beschreiben. Die seiner Aussage nach wichtigste unter den im Institut unterrichteten Übungen war die "Kommunikation mit Himmel und Erde".

Wie oben erwähnt, die zweite Übung der Reihe stammt aus dem Zhubing yuanhou lun, die anderen stammen aus dem Yijinjing 易筋经 (dem Klassiker der Transformation der Sehnen), dem Huangtingjing 黄庭经 (dem Klassiker des Gelben Hofes) und dem Xingming guizhi 性命圭旨 (den Prinzipien der Kultivierung von innerer Natur und körperlichem Leben).

Die Übung enthält alle essentiellen Prinzipien des Qigong und ist dabei doch sehr einfach. Sie kann schnell erlernt und ohne viel Zeitaufwand geübt werden, und sie verhilft demjenigen, der sie konsequent und regelmäßig übt, Schritt für Schritt zu einem fortgeschrittenen Qigong-Niveau.

Im Verständnis der chinesischen Medizin und des Qigong stellt der Mensch ein komplexes Muster von Qi dar. Die Gesundheit hängt von der Ordnung dieses Musters ab. Je stabiler die Ordnung des Qi, desto stabiler die Gesundheit. Ziel aller guten Qigong-Übungen besteht darum in erster Linie im Erzeugen von Ordnung. Das Qi hat ohnehin die natürliche Tendenz zur Ordnung, Qigong baut auf dieser selbst-ordnenden, selbstorganisierenden Eigenschaft des Qi auf. 

Ye Tianshi
Hierbei kommt der Bewegung nach unten Vorrang zu. Der berühmte Arzt Ye Tianshi 叶天士 (1667-1747), Begründer der Schule der Wärmekrankheiten der chinesischen Medizin (Anmerkung: auch SARS-CoVid-2 gehört zu den Wärmekrankheiten), meinte: Mit fortschreitenden Jahren erschöpft sich zuerst das Ursprungs-Qi: xiayuan xiankui 下元先亏 (die untere Quelle des Qi erschöpft sich zuerst). 

Adressiert man dies, indem man das Qi nach unten, zu seinem unteren Ursprung, führt, dann kann der Alterungsprozess verlangsamt werden. Gleichzeitig wird auch dem Stress des modernen Lebens entgegengewirkt, welcher sich ebenfalls sehr oft in einem Zustand der Überfülle des Qi im oberen Bereich und einem Mangel des Qi im unteren Bereich des Körpers äußert. 

Saturday, January 9, 2021

Tongtian Guandi Gong - Übungsvideo

Ein Übungsvideo mit dem Tongtian Guandi Gong 通天贯地功, den Übungen der Kommunikation mit Himmel und Erde, wie sie von Prof. Lin Zhongpeng am Qigong College for Advanced Studies in Beijing unterrichtet wurden.

Das Video ist länger und als digitale Übungsstunde gemeint. 

Für diejenigen, die nicht so viel Zeit für Qigong zur Verfügung haben, werde ich in den nächsten Tagen ein kürzeres Video mit denselben Übungen auf den Blog stellen.



Tuesday, January 5, 2021

Medizinischer Reis-Congee

Hier ist ein medizinischer Reisbrei (Reis-Congee) mit einfachen, überall erhältlichen Zutaten. Dieses spezielle Rezept reguliert das Qi und hat spezielle schützende Eigenschaften für die Gesundheit, vor allem schützt es die Lungen, hilft dem Qi der Verdauung und unterstützt damit Ying-Qi 营气 und Wei-Qi 卫气, die beiden Qi-Aspekte des Immunsystems.

Zutaten:

1 Knoblauchzehe, klein geschnitten
1 Jungzwiebel, der weiße Teil, klein geschnitten
1 kleines Stück frischer Ingwer, klein geschnitten
Weißer Reis
Wasser
Verhältnis Wasser zu Reis ca. 10:1 (das muss nicht so genau sein)

Zubereitung:

1. Den Reis gründlich so lange mit frischem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist.

2. Wasser, Reis und die restlichen Zutaten in einen großen Kochtopf geben, zudecken und zum Kochen bringen.

3. Sobald das Wasser kocht, abdecken und die Temperatur auf sehr niedrig stellen. Zwei Essstäbchen oder Messer über den Rand des Topfs legen, den Deckel darauf legen. So entsteht ein Spalt zwischen Topf und Deckel, durch den genügend Dampf entweichen kann, damit der Reis nicht überkocht und trotzdem nicht zu viel Wasser verdunstet.

4. Mindestens 45 Minuten oder auch länger kochen, die Kochdauer ist abhängig von der Art des Reises. Es ist wichtig, dass der Reis „zerfällt“, um eine cremige Konsistenz zu erzielen, aber er soll auch eine gewisse Textur behalten. Gelegentlich umrühren und Wasser dazugeben, wenn der Reis beim Kochen zu viel Flüssigkeit aufnimmt.

Zweimal täglich eine kleine Schale essen.

  • Knoblauch hat scharfe und wärmende Qi-Eigenschaften, er geht zu Milz, Magen, Lunge, Dickdarm, hilft bei Nahrungsstagnationen, treibt kalte Feuchtigkeit aus und wirkt bewegend auf das Qi. 
  • Das Weiß der Jungzwiebeln ist ebenfalls scharf und wärmend, geht zu Milz, Magen, Lunge, öffnet die Oberfläche und das Yang-Qi. 
  • Ingwer ist scharf im Geschmack, geht zu Lunge, Milz und Magen. Er harmonisiert die Mitte, wärmt die Lunge, hilft gegen Husten und wandelt Schleim und Feuchtigkeit um.
  • Reis ist neutral, tonisiert die Mitte, vermehrt das Qi, stärkt die Milz, harmonisiert den Magen, befeuchtet den Darm, schützt Magen und Darm und auch die Lungen.

Dies sind die Eigenschaften der einzelnen Zutaten, doch so aufgelistet, sagen sie einem noch nicht, was das Rezept macht, dafür muss man das Zusammenspiel der Zutaten verstehen.

Die Rezeptur besteht aus zwei Paaren von Zutaten, aus zwei Paaren von Aktionen:

- Die Aktion von Reis und Knoblauch ist auf die Mitte gerichtet.

- Ingwer und Jungzwiebel sind für die Bewegung zuständig, im ganzen Körper und auch zur Oberfläche.

Das Rezept hat zwei wärmende Zutaten (Ingwer, Knoblauch), und eine Zutat (Jungzwiebel-Weiß), die zwar auch wärmend wirkt, gleichzeitig aber auch Hitze ausleitet. Das Weiß der Jungzwiebeln besitzt diese spezielle Qi-Aktion, unerwünschte Hitze aus dem Organismus zu entfernen.

Diese beiden Wirkungen werden durch den neutralen Reis, der die Hauptzutat ist, ins Gleichgewicht gebracht: Der Reis ist neutralisierend, befeuchtet und nährt das Yin, und er nährt das Qi. - Kurze Anmerkung: Weißer Reiscongee für sich allein hat schon diese Wirkung, dass er das Yin und das Qi nährt.

Jungzwiebel und Ingwer haben die Funktionen, alle Qi-Wirkungen des Rezeptes zu aktivieren. Der Knoblauch hat die speziellste medizinische Wirkung in diesem Rezept, er hilft, sowohl externe als auch interne pathogene Faktoren loszuwerden. Der Ingwer harmonisiert alle Funktionen dieses Rezeptes, das im Ganzen wie eine Kräuterverschreibung wirkt. 

Das Harmonisieren ist eine sehr wichtige Funktion: es bedeutet die Unterstützung des natürlichen Funktionierens des Körpers, sodass er die Wirkungen des Rezepts extrahieren und integrieren kann. Das ist es, was ein Kochrezept zu einer medizinischen Rezeptur macht.

Das Rezept wirkt auf das erworbene Qi (houtian-qi 后天气). Sowohl das Qi der Mitte als auch das Qi der Brust - man kann auch sagen, mit der Verdauung der innere Aspekt des Qi-Immunsystems und mit den Lungen der äußere Aspekt des Qi-Immunsystems - werden unterstützt.

Sunday, January 3, 2021

Sechs einfache Taiji-Formen zur Förderung der Gesundheit - Erste Übung

Hier ist ein weiteres Video, mit der ersten Bewegung der Sechs Taiji-Formen zur Förderung der Gesundheit, wie sie vom renommierten Kampfkünstler Prof. Wang Guoyi 汪国义 unterrichtet werden. 

Wang Guoyi wurde 1982 in China berühmt durch eine Rolle im überaus populären Kampfkunstfilm über das Shaolin-Kloster, er war über lange Jahre Trainer des Wushu-Teams der Provinz Hunan, und er ist gut bekannt mit Shen Xiaolei, dem Linienhalter des Fanhuangong. Und daher kenne ich diese Übungen.

Ein, zwei dieser Übungen habe ich ja letztes Jahr in Innsbruck schon gezeigt. Es handelt sich hierbei um vereinfachte Bewegungen aus dem Taiji, die schon vor 17 Jahren in der SARS-Epidemie und natürlich auch heuer in der SARS-Covid-Pandemie zur unterstützenden Behandlung und zur Rehabilitation eingesetzt wurden, vor allem bei Lungenentzündungen, aber auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Der Einsatz dieser Übungen wurde auch von einer medizinischen Studie begleitet, ich kann mich jetzt nicht genau erinnern wo es war, ich glaube, es war an einem Spital in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan. Die Ergebnisse waren jedenfalls sehr positiv und ermutigend.

Wang Guoyi meint, dass dieses simple Taiji eine sehr gute Methode darstellt zur Behandlung und Rehabilitation diverser Krankheiten, und dass es sich generell für Fitness und Gesundheit, aber auch für die traditionelle Selbstkultivierung eigne. Zhong Nanshan 钟南山, als oberster Seuchenbekämpfer das chinesische Äquivalent zu Dr. Fauci in den USA, hatte die Bevölkerung letztes Jahr ja auch dazu aufgerufen, zur Vorbeugung während der Pandemie zu Hause Taiji zu praktizieren. 

Ich werde in der nächsten Zeit unter anderen auch Videos mit diesen Übungen produzieren, die eine sinnvolle und leicht praktikable Ergänzung zu unserem Qigong-Programm darstellen. Ich selber praktiziere diese Übungen regelmäßig, mir gefällt diese Einfachheit. Und wenn Kampfkunst-Spezialisten eines Kalibers wie Wang Guoyi diese Art des Übens empfehlen, dann möchte ich als kleiner Fisch im weiten Ozean der traditionellen chinesischen Körperübungen mich dem nur anschließen.


Für diejenigen, die gerne die Namen der Übungen wissen mögen: die erste Bewegung heißt "Die Mähne des Wildpferds teilen" - Ye ma fen zong 野马分鬃.

Friday, January 1, 2021

Ein neues Qigong-Jahr...

Ein neues Qigong-Jahr... Hoffentlich irgendwann auch wieder mit normalem Qigong, mit jedem ganz konkret physisch präsent im selben konkreten Raum. Normal halt. Vielleicht wird es ja was mit den Seminaren auf dem Ritten, bis dahin sind es doch noch mehr als vier Monate, und wenn sich die Situation bessert, geht das dann wohl. Beim Seminar im September konnten wir ja sehen, dass sie im Haus der Familie sehr gut für diese außergewöhnlichen Zeiten organisiert sind...

Aber bis dahin bleibt das Studio der Weißen Wolken aktiv. Und es hat ja auch Vorteile, dass dem so ist, erreichen wir damit doch auch alle die, die nicht zu Kerrys oder meinen Seminaren kommen können, wir können verschiedenste Themen behandeln, weit mehr, als in den Kursen möglich ist, wir können Qigong-Übungen und -Methoden unterrichten, die in den Kursen zu kurz kommen, dort beschränken wir uns ja auf eine überschaubare Anzahl an Übungen. Und was liegt das pickt: alles ist in Schrift und bewegtem Bild festgehalten und damit wieder aufsuchbar. Quasi ein Buch mit bewegten Bildern in progress…

In den nächsten Tagen werden wieder Videos kommen, teilweise mit Wiederholungen dessen, was wir schon gemacht haben, teilweise mit neuen Übungen, weiterhin alles möglichst einfach, simpel, und kompatibel mit allen bisherigen Inhalten.

Die Videos sind als Qigong-Unterricht gedacht, haben wir doch durch Prof. Lin Zhongpeng, durch Frau Jia Ruijuan und durch Shen Xiaolei, den Linienhalter des Fanhuangong, und ihrer aller Qigong-Umfeld eine Fülle an Übungen und Methoden kennengelernt, die wir so allmählich vorstellen können.

Wen’s freut, der kann das dann mit den Übungen verbinden, die er von früher kennt, ich sehe keinen Grund, warum man das nicht tun könnte. Man kann die Dinge aber auch nur mit freundlichem Interesse zur Kenntnis nehmen und bei seiner bisherigen Praxis bleiben. Wie schon öfter angesprochen, alle Qigong-Übungen sind gut, alle wirken, und je mehr einen Übungen freuen, desto mehr wird man sich ihnen widmen. Man braucht keine Hierarchien herzustellen zwischen den diversen Übungen und Übungssystemen, es ist das Wie, das im Qigong wichtig ist, und nicht das Was. Entspannung, Ruhe, Natürlichkeit, das sind die entscheidenden Qualitäten des Qigong, Qualitäten, die den natürlichen Fluss des Qi und damit die heilenden Wirkungen des Übens befördern.

Aber das braucht es, das konkrete, regelmäßige Üben. Das Qigong-Üben zur Regulation des Qi in der Extremsituation der Pandemie. Diese ist bei uns in Europa schlimmer denn je, und bis mit dem Frühling das wärmere Wetter kommt, wird es wohl so bleiben (es würde mich auch sehr wundern, wenn wir in Österreich nach unserem jetzigen dritten Lockdown nicht bald einen vierten haben werden).

Mit dem, was wir posten, möchten wir in dieser schwierigen Zeit, in der man doch auch leicht Struktur und inneren Antrieb verliert, zum diesem regelmäßigen Üben motivieren. Das kennt ja jeder, dass es nicht so leicht ist, die Dinge zu tun, die einem guttun, meistens tut man alles andere zuerst. Da helfen die Videos vielleicht ein bisschen.

Ich möchte es hier noch einmal klar aussprechen: Nimmt man Qigong ernst, dann hilft es. Gerade jetzt ist es eine wichtige mögliche Hilfe zum Schutz und zur Erhaltung der Gesundheit, und auch zur Regeneration nach Krankheit.

Je regulierter das Qi, desto stabiler die Gesundheit. Das Qi der Organe, die Kommunikation zwischen den Organen, die Durchgängigkeit der Meridiane und der freie Fluss des Qi, das Zusammenspiel der geistig-seelischen und der körperlichen Aspekte des Qi, die Kommunikation des Organismus mit Umwelt und Natur, all dies sind Aspekte der Gesundheit und wichtige Inhalte des Qigong.

Was es mit diesen auf sich hat, beginnt man zu erahnen, und langsam auch zu verstehen, wenn man sich dem Ganzen durch das Üben nähert. Theoretisches Wissen braucht es dafür nicht, das ist nur für den Therapeuten wichtig, nicht für denjenigen, der Qigong übt. Qigong wirkt auch ohne intellektuelles Bedenken durch die regelmäßige Erfahrung der geregelten, natürlichen Bewegung des Qi, die sich beim Üben einstellt.

Diese zu entdecken und zu erleben, braucht nicht viel: körperliche Gelöstheit, den ruhigen Fluss des Atems, das Stillen der Gedanken und das Finden der leeren, inneren Mitte. Und ein paar Bewegungsabläufe oder auch Meditationen, die einen freuen. Und dann werden sich auch die Wirkungen einstellen, Wirkungen, die eben das Wirken des Qi sind, der sich im Menschen äußernden und verkörpernden schöpferischen Bewegung der Natur.

Hier als Abschluss noch ein Bild, gemalt von Dong Qichang, einem berühmten Künstler der Ming-Dynastie. Ich möchte es hier unten hinstellen, weil in dem auf das Bild kalligraphierten Text die weißen Wolken angesprochen werden. Wenn ich aus dem Zimmer auf die Straße schaue, sehe ich nur Häuserblöcke im Wiener Wintergrau, das Studio der Weißen Wolken ermangelt sozusagen der weißen Wolken und der Berge und der Weite der Landschaft. Aber man kann sich mittels eines Bildes geistig dorthin versetzen, dann werden einem die weißen Wolken doch geschenkt.

Auf ein gutes Neues Jahr! Beste Wünsche an alle!




        


        Dong Qichang 董其昌 (1555-1636)

        山中何所有,嶺上多白雲。
        只可自怡悅,不堪持贈君。

        Was gibt es in den Bergen?
        So viele weiße Wolken über den Graten.
        Ich erfreue mich ihrer,
        sie dir zu schenken vermag ich nicht.

Thursday, December 31, 2020

Als Neujahrsgruß die „Drei Freunde des Winters"

Ich wollte vor dem Jahreswechsel noch ein Übungsvideo machen, aber es ging sich bei bestem Willen nicht aus. Karl Valentin hat es am besten ausgedrückt: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch endlich wieder ruhiger“. So fühle auch ich. Wenn es nach dem Jahreswechsel wieder ruhiger ist, dann gibt es endlich wieder den Raum und die Zeit, Qigong-Inhalte zu posten.

Hier jedenfalls als Neujahrsgruß ein berühmtes Bild aus der Song-Dynastie, das drei vornehme Freunde zeigt. Es handelt sich um die „Drei Freunde des Winters“ (sui han san you 歲寒三友): Kiefer (song 松), Pflaume (mei 梅) und Bambus (zhu 竹). 

Sie werden so genannt, weil sie durch die Fülle ihrer Lebenskraft der Kälte des Winters widerstehen. 

Die Kiefer steht für die Langlebigkeit. Der Bambus verweist auf die innere Leere, er ist biegsam, bricht nicht und zeigt solcherart vor, wie man sich schwierigen Umständen anpassen kann. Die Pflaume blüht inmitten des Schnees und verkündet als erste das Kommen des Frühlings. 

Diese Qualitäten und diese Fülle an innerer Kraft können wir in diesen Zeiten gut brauchen, das Bild ist darum Kerrys und mein Neujahrswunsch an alle.

Das Bild wurde von Zhao Mengjian 趙孟堅 (1199-1264) gemalt und hängt im National Palace Museum in Taipei.




Sunday, December 20, 2020

Die Wiederkehr des Lichts

Morgen kehrt mit der Wintersonnenwende das Licht zurück. Die Wiederkehr des einen Yang heißt es auf Chinesisch, yi yang lai fu 一阳来复. 

Im tiefsten Yin, der tiefsten Stille, der tiefsten Dunkelheit wird der Keim des einen Yang geboren, der im Verlauf des nächsten halben Jahres wächst und erstrahlt. 

Dies stellt auch das Grundprinzip des Qigong dar: durch die tiefe innere Stille wird das Yang-Qi geboren, das sich dann im Körper ausbreitet und diesen verwandelt.

Entspannung und Ruhe sind darum das Um und Auf im Qigong, sie stellen die Yin-Qualitäten dar, die die natürliche innere Bewegung des warmen lebensspendenden Yang erst ermöglichen.

In Irland befindet sich nicht weit von Dublin eine 
Brú na Bóinne genannte Ansammlung von neolithischen Kultstättenein, darunter das 5200 Jahre alte Ganggrab (Passage Tomb) Newgrange. Dieses ist so ausgerichtet, dass der erste Strahl der Morgensonne am Tag der Wintersonnenwende durch eine Öffnung über den Eingang in den Gang fällt und das Innere des Grabes erreicht.

Diese Wiederkehr des Lichts kann man in einem Livestream des Office for Public Works der Irischen Regierung miterleben, der morgen in der Früh und auch noch am Morgen des 22.12. um 8.45 UTC (entsprechend 9.45 MEZ) ausgestrahlt wird.

Hier der Link. Je nach Browsereinstellungen muss man unter Umständen bestimmte Cookies erlauben, dann funktioniert der Livestream. Zuerst „Please change your cookie preferences to see this content“ anklicken, dann unter „Allow“ die zwei Cookie-Kästchen abhaken und schließlich auf „Save preferences“ klicken.


Monday, December 14, 2020

Ein Text von Kerry: Das Yin während der Zeit des Neumondes sammeln

Heute ist der 14. Dezember, und ungefähr zu der Zeit, zu der ich anfange, diesen Text zu schreiben, geht der Neumond auf. Die drei Tage des Neumonds stellen eine Zeit besonderer Yin-Qualität dar, sie sind die Zeit des Monats, in der der Qi-Ausdruck des Yin am stärksten ist.

Yin-Yang im harmonischen Gleichgewicht (yinyang tiaohe 阴阳调和) lautet die Definition von Gesundheit in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dieser Begriff des harmonischen Gleichgewichts ist sehr umfassend, er bezieht sich gleichermaßen auf das Universum, auf unseren Planeten, auf die Natur und auf den Menschen. In all diesen Zusammenhängen bedeutet der Begriff „harmonisch“ dasjenige Zusammenspiel der Qi-Prozesse, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, das angemessen und nötig ist, um die Integrität des Ganzen zu gewährleisten - der Person, des Planeten, des Sonnensystems usw. Einfach gesagt, es dreht sich alles immer um Yin und Yang, ihr beständiges, regelmäßiges Fluktuieren und Interagieren.

Die Mitternacht ist die Zeit des größten Yin im Tageslauf, der Neumond bezeichnet den Zenith des Yin-Qi im Monatslauf, und im Winter erreicht der Yin-Aspekt des Qi seine Fülle und das Yin-Qi gelangt mit der Wintersonnenwende an seinen Höhepunkt.

Für jemanden, der Qigong praktiziert, stellen die Umschlagpunkte von Yin oder Yang eine Gelegenheit dar, „mit dem Strom zu schwimmen“ und sich dem Fluss der transformativen Qi-Bewegung anzuvertrauen. Mit anderen Worten, man kann die Übungspraxis nutzen, um die Qi-Essenz des Körpers zu festigen und zu regulieren. Das Üben von Qigong zu diesen bestimmten Zeiten bringt einen in Resonanz mit den universellen Rhythmen, das Qi des Menschen reagiert dann mit den stärksten Yin- oder Yang-Eigenschaften des Qi der Natur und integriert sich mit ihnen.

Das Qi fließt während der Zeiten des größeren Yin nach unten und innen, zur Festigung und Stärkung. Man kann dies als eine Art schwere Stille fühlen, vielleicht fühlt man sich auch geerdeter, oder einfach schläfriger! Das Qi nach unten fließen zu lassen, so wie man guten Wein in ein leeres Gefäß gießt, bedeutet, die eigenen tiefsten Schichten zu nähren, als Vorbereitung auf die bevorstehenden Veränderungen. Es ist eine Zeit, in der man sich auf die größere Kraft des Yin stützt, um nachzugeben und empfänglich zu sein. In der nächsten Phase der jährlichen Qi-Prozesse, wenn das Yin abnimmt und das Yang zu steigen beginnt, wird die aktive Energie, die es braucht, um motiviert und kreativ zu bleiben, dann durch eben das unterstützt, was während der Zeit des größeren Yin gesammelt wurde.

Ich schreibe dies als Ermunterung und Anregung für alle. Heute Abend und in den nächsten zwei Tagen, wenn die spezielle Yin-Energie des Neumondes noch am stärksten ist, aber eigentlich auch in den weiteren Tagen, da ja die Wintersonnenwende naht, all dies sind besonders gute Zeiten, um das Yin-Qi zu sammeln. 

Alle Arten von Qigong-Methoden sind dafür geeignet. Es gibt natürlich spezielle Methoden für diese Kulminationszeiten von Yin und Yang, die von Meistern verschiedener Traditionen angewendet werden, aber wir brauchen diese nicht. Die Prinzipien des Qigong bleiben ohnehin immer die gleichen - es ist in der Stille, dass sich das Qi sammelt, und es ist durch Entspannung, Weichheit und Offenheit, dass sich das Qi bewegt.

Die Übungen der letzten Monate sind gut dafür. Die „Leichten und Unbeschwerten Übungen“ ( die das Qi öffnen, glätten und weich machen), die Sechs Heilenden Laute (die das Qi klären und öffnen), ruhiges Atmen, Meditation oder Massage (die das Qi beruhigen und besänftigen), durch all diese Formen der Qigong-Praxis kann man das Yin sammeln und das Qi nähren und motivieren.

Damit kann man das regelmäßige, tägliche Üben zu eine Art Verjüngungspraxis machen, zu etwas, das uns gleichermaßen erdet und motiviert und die Harmonie von Yin und Yang zum Ausdruck bringt.

Sunday, December 13, 2020

Weitere Songs of Comfort

Ein weiteres musikalisches Zwischenspiel. Ich bin in den letzten Tagen einfach nicht dazu gekommen, das angekündigte Video mit allen "Unbeschwerten Übungen" zu drehen, darum hier ein paar weitere "Musikstücke of Comfort":

Eine etwas eigenwillige Mischung, aber warum nicht...

Als erstes "Gebet" von Ernest Bloch. Dieses Video hat Yo-Yo Ma gestern im Rahmen seiner Songs of Comfort auf YouTube gestellt.  

Beim zweiten Video handelt es sich um ein Tiny Desk Concert, das Yo-Yo Ma vor zwei Jahren für National Public Radio (NPR) gegeben hat.

Im dritten Video spielt Wu Man 吴蛮, Mitglied von Yo-Yo Ma's Silkroad Ensemble, auf der Pipa 琵琶 ihre von buddhistischer Musik des 9. Jahrhunderts inspirierte Eigenkomposition "Night Thoughts".

Dann das Lied "Blewu" der togolesischen Sängerin Bella Bellow, vorgetragen als "Song of Comfort" von Yo-Yo Ma zusammen mit Angelique Kidjo, und schließlich noch einmal Angelique Kidjo, mit einer Proben-Aufnahme des "Indépendance Cha Cha" von Le Grand Kallé, als sehr persönliche Hommage an den kamerunischen Saxophonisten Manu Dibango, der heuer im März in Paris am Coronavirus verstorben ist.






Wednesday, December 9, 2020

Die sechste "Leichte und Unbeschwerte Übung"

Hier ist nun die sechste der Unbeschwerten Übungen, ähnlich einfach und leicht zu lernen wie die anderen. 

Die Bewegung besteht aus einem Heben und Senken, Öffnen und Schließen, damit orientiert sie sich an den Grundrichtungen des Qi, fördert und unterstützt die Qi-Bewegung in all diese Richtungen und reguliert vor allem die Qi-Aktivitäten der inneren Organe.

Wenn man diese Übung länger übt, dabei immer ruhiger und entspannter wird und sich die tiefe Versenkung in den Qigong-Zustand erlaubt, dann kann und wird sich das Qi besser ordnen.

Diese höhere und stabilere Ordnung des Qi führt zu einer stabileren Gesundheit, wahrscheinlich auch zu einer besseren Laune (braucht jeder heutzutage dringend) und zu einem generellen Gefühl des Wohlbefindens (brauchen wir auch dringend).




Sunday, December 6, 2020

Songs of Comfort - Lieder des Trostes

Heute ein etwas anderes Posting, mit drei kurzen Songs of Comfort, gespielt von Yo-Yo Ma. 

Yo-Yo Ma hatte im März, zu Beginn der Pandemie, die Idee zur Initiative #SongsofComfort, in der er das Publikum bat, unter diesem Titel Videos mit Musik oder auch anderen Inhalten zu posten, die dann auch vom öffentlichen Sender PBS veröffentlicht würden. Mir war das im März entgangen, sonst wäre das schon früher auf diesen Blog gekommen. Yo-Yo Ma's Aufruf stieß auf große Resonanz, in den vergangenen Monaten haben unzählige Menschen Videos auf die diversen sozialen Medien gestellt.

Ich übersetze hier aus Yo-Yo Ma's Interview mit PBS (das ganze Interview kann man unter diesem Link ansehen bzw. nachlesen):

„Nun, ich war im Büro und wir unterhielten uns, und da hatte ich die spontane Idee etwas zu tun, das in dieser Zeit den Bedürfnissen der Menschen dient. Musik hat mich irgendwie immer getröstet. Musik ist das, was ich tue und das Beste, was ich anbieten kann. Ich weiß, viele Menschen haben ein Wissen und tun damit alles, was ihnen möglich ist. Und hier ist etwas, was ich tun kann. …

Als ich 19 war, hatte ich einen Lehrer, der sagte: Yo-Yo, du hast deine Stimme noch nicht gefunden. Ich sagte, ok, und hörte nicht auf, nach meiner Stimme zu suchen. 

Meine Stimme, denke ich, besteht darin, die Bedürfnisse anderer herauszufinden und sie dann zu repräsentieren. Und so geht es überall, wo ich hinkomme, immer darum, herauszufinden, was die Menschen denken, fühlen, wie sie über sich selbst in der Welt denken.

Etwas zu finden, das die Menschen brauchen, und dann tatsächlich etwas Tröstliches anzubieten, so würde ich meine Arbeit definieren. …

Es ist erstaunlich, was schon geschieht, dass z.B. vor ein paar Tagen Leute von der Mayo Clinic etwas gepostet haben, zwei Ärzte haben etwas gesungen, der Leadsänger einer Rockband, Mashrou Leila im Libanon, hat einen Song eingespielt, und zwei Frauen, aus Irland und Deutschland, sangen synchron, über diese schwierige Zeiten…

Die Idee ist, dass Musik etwas für alle ist. Es ist nicht, dass die Musiker Musik machen, sondern sie macht etwas für uns. 

Ein Virus ist etwas, das sich weltweit verbreitet. Es kennt keine Grenzen und keine Mauern. Und Musik ist etwas, das tatsächlich nach innen schaut und auch keine Grenzen kennt. Wenn wir ausdrücken können, was sich in unserem Inneren befindet und dies zeigen können, dann stellt dies den Beginn eines tieferen gegenseitigen Verständnisses dar.

Wir sammeln, was persönlich ist, was wahr ist, was vertrauenswürdig ist, was Gemeinschaft ist, weil Gemeinschaft nichts ist, wenn sie nicht auf Vertrauen gründet.

Und sagt man etwas durch Musik, dann möge es besser wahr sein, weil es sonst nicht zu kommunizieren vermag.“

Hier drei der Songs of Comfort, die Yo-Yo Ma seit März veröffentlicht hat:





Friday, December 4, 2020

Übung zur Unterstützung des Lungen-Qi

Hier ist eine spezielle Übung für die Lunge, generell zur Unterstützung des Lungen-Qi, hilfreich auch bei Infektionen der Lunge, Husten, Asthma, Atemnot. 

Wie ich im Video zeige, man beschreibt langsame Kreise mit den Daumen. Zuerst nach außen, dann nach innen. Die Richtungen folgen der im Qigong üblichen Reihenfolge: zuerst reduzieren (ableiten), dann tonisieren. 

Zuerst die Kreise mit den Daumen, also mit dem Lungen-Meridian, dann als nächstes mit dem Zeigefinger (Dickdarm-Meridian, dem Yang-Pendant zum Lungenmeridian). 

Dann die beiden Yuji 鱼际-Punkte (lokalisiert am Daumenballen) reiben und mit den Daumenballen unterhalb des Schlüsselbeins, neben dem Schultergelenk, massieren (im Video sieht man das hoffentlich gut genug). 

Dort befinden sich zwei Punkte des Lungen-Meridians (Zhongfu 中府 und Yunmen 云门), deren Stimulation den ersten Teil der Übung komplementiert.

Die Übung kann im Stehen, Sitzen und auch Liegen ausgeführt werden.

Je regelmäßiger solche Übungen gemacht werden, desto wirksamer. Das heißt aber auch, dass man sich beim Üben nicht anzustrengen braucht, nicht anstrengen soll. Die Wirkung entsteht nicht durch ein einmaliges, intensives Tun, sondern durch die Regelmäßigkeit des ruhigen und entspannten Übens.



Wednesday, December 2, 2020

Die fünfte "Leichte und unbeschwerte Übung"

Nach den zwei Videos mit Prof. Cong-Übungen sind wir wieder zurück bei den "Leichten und Unbeschwerten Übungen.

Das Video ist wieder zum Mitüben gedacht. Zuerst kommt die fünfte Bewegung, und dann alle fünf Bewegungen zusammen.

Die Übungen sind sehr einfach, damit fällt es einem sicher auch leichter, abzuschalten, locker und ruhig zu werden. Man muss sich nicht mit komplizierten Bewegungsabläufen herumschlagen, sondern kann sich gleich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das heißt in erster Linie: sich geistig zu sammeln und ruhig zu werden. Die Bewegungen können etwas ungenau ausgeführt werden, ist doch das viel Wesentlichere die Ruhe. Solange man in sich in ein gewisses Maß an Ruhe findet, wird die Übung wirken.

Wichtig ist, die Yin-Yang-Dynamik des Qi zu verstehen. Yin und Yang wurzeln ineinander, d.h. das Yang entsteht dann, wenn das Yin am größten ist und umgekehrt, das Yin entsteht, wenn das Yang seinen Höhepunkt erreicht hat. Beim Üben heißt dies: das Yang entsteht aus dem Yin, die Bewegung entsteht aus der Ruhe, das warme, lebendige Yang-Qi bewegt sich und breitet sich aus, wenn man körperlich entspannt ist, wenn man weich und fein atmet, und wenn man die Gedanken fahren lässt und ruhig ist.

Im Yijing 易经 (dem Buch der Wandlungen) wird dies durch das Hexagramm 24, Fu 复 die Wiederkehr, dargestellt.

Fu 复

 

Das Zeichen zeigt eine ungebrochene Yang-Linie, die unter den fünf gebrochenen Yin-Linien in das Zeichen eintritt. Es verbildlicht damit, in Entsprechung zur Wintersonnenwende, den Prozess der Wiederkehr des Lichts zur Zeit des tiefsten Dunkels, der Bewegung in der tiefsten Stille, des Yang im tiefsten Yin.

"Die Wiederkehr. Gelingen. Ausgang und Eingang ohne Fehl." So heißt es unter anderem im Urteil des Zeichens.

In seinem Kommentar dazu meint Richard Wilhelm: "Nach einer Zeit des Zerfalls kommt die Wendezeit. Das starke Licht, das zuvor vertrieben war, tritt wieder ein. Es gibt Bewegung. Diese Bewegung ist aber nicht erzwungen. Das obere Zeichen Kun hat als Charakter die Hingebung. Es ist also eine natürliche Bewegung, die sich von selbst ergibt. Darum ist die Umgestaltung des Alten auch ganz leicht. Altes wird abgeschafft, Neues wird eingeführt, beides entspricht der Zeit und bringt daher keinen Schaden. ... Die Wiederkehr ist im Naturlauf begründet. Die Bewegung ist kreisförmig. Der Weg ist in sich geschlossen. Darum braucht man nichts künstlich zu überstürzen. Es kommt alles von selber, wie es an der Zeit ist. Das ist der Sinn von Himmel und Erde."

Und im Weiteren meint er: "Im Winter ist die Lebenskraft – symbolisiert durch das Erregende, den Donner – noch unter der Erde. Die Bewegung ist in ihren ersten Anfängen. Darum muß man sie durch Ruhe kräftigen, damit sie nicht durch vorzeitigen Verbrauch sich verläuft. Dieser Grundsatz, die wieder einsetzende Kraft durch Ruhe erstarken zu lassen, gilt von allen entsprechenden Verhältnissen. Die wiederkehrende Gesundheit nach einer Krankheit, die wiederkehrende Verständigung nach einer Entzweiung: alles muß im ersten Anfang zart und schonend behandelt werden, damit die Wiederkehr zur Blüte führt."

Dies sind philosophische Gedanken, sie beschreiben aber auch, was beim Qigong-Üben wesentlich ist:

Wird man still, bewegt sich das Qi. Bewegt sich das Qi, braucht es kein weiteres Tun, sondern ein Lassen. Im Lassen ergibt sich alles von selber, wie es an der Zeit ist. Indem das Qi seine Bahnen und seine Ordnung findet, findet der Körper Wege und Möglichkeiten zur Regeneration. 

Dies sind für uns ungewohnte und eigentlich provokative Gedanken, in der chinesischen Philosophie, in den Künsten der Lebenspflege, in der chinesischen Meditation und im Qigong sind sie jedoch grundlegend.

Ich zitiere noch einmal Laozi: Wu wei er wu bu wei 无为而无不为 - Nicht-Tun und nichts bleibt ungetan. 自然 Von-selbst-so, das ist das Wirken des Dao, und, wie Richard Wilhelm anmerkt, das ist der Sinn von Himmel und Erde.


Zhuanyangong 转眼功 - Eine Übung für die Augen

Hier ist eine einfache Übung für die Augen. Die Pandemie mit den langen Phasen des Lockdowns hat bei den meisten von uns sicher nicht dazu g...