Temporärer Blog mit Informationen zu Chinesischer Medizin und Qigong für die Zeit der Coronavirus-Pandemie

Wednesday, April 14, 2021

Das Kleine geht hin, das Große kommt her - Ein Übungsvideo

Der Friede: Das Kleine geht hin, das Große kommt her. Heil! Gelingen! Auf diese Weise vereinigen sich Himmel und Erde, und alle Wesen kommen in Verbindung. Obere und Untere vereinigen sich, und ihr Wille ist gemeinsam. Innen ist das Lichte, außen das Schattige, innen der Edle, außen der Gemeine. Der Weg des Edlen ist im Wachsen, der Weg des Gemeinen im Abnehmen.

So der Urteilsspruch zu Tai 泰 (Der Friede), dem 11. Hexagramm des Buchs der Wandlungen, das durch die Übung des heutigen Videos verkörpert wird. Es ist eine sehr wesentliche Übung, durch die man einen der wichtigsten Inhalte des Qigong zu verstehen lernt.

Der Name der Übung lautet: Qian kun jiao tai 乾坤交泰 - Das Schöpferische und das Empfangende treffen einander in Frieden". Sie stammt aus dem Qigong des Laozi", einer Übungsfolge, auch Das Kultivieren des Wirklichen" genannt, die auf Inhalten des Daodejing und des Buchs der Wandlungen basiert. Prof. Cong hatte sie vor Jahren unterrichtet. 

Das ganze obige Urteil kann als Kommentar zur Qi-Bewegung der Übung gelesen werden, in der Yang und Yin auf eine solche Art und Weise in Bezug gebracht werden, dass alles fördert" oder zu „Heil" und „Gelingen" führt, um in der Sprache des Buchs der Wandlungen zu bleiben.

Kommunizieren Yin und Yang nicht, entsteht Gefahr. Die Trennung von Yin und Yang ist das Ende (d.h. der Tod) von Essenz und Qi", heißt es im Inneren Klassiker des Gelben Kaisers. Darum achtet man im Qigong darauf, Yin und Yang einander zu „verheiraten" und ihre Verbindung zu festigen. Dann kann das Xieqi (邪气 das pathogene Qi - das Kleine und Gemeine) weichen und das Zhengqi (正气 der Edle - das aufrechte Qi des funktionierenden Organismus) wachsen. Das Yang wird an zentraler Stelle sein und den Zusammenhalt des Ganzen schützen. Gesundheit ereignet sich als Folge.

Es ist das „innere Umstellen“, welches dies zuwege bringt. Das Yang, in seiner Bewegung nach oben und außen, kann sonst das Yin nicht treffen. Was oben ist, muss nach unten gebracht werden, was außen, nach innen. Dann erst vereinigen sich Himmel und Erde und alles Leben wird gefördert und entfaltet.

Das Zeichen entspricht dem Frühling, der Zeit, in der Himmel und Erde zu allgemeinem Blühen und Gedeihen zusammenwirken, darum hatte ich den Gedanken zu diesem Video und diesem Beitrag. Und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Qigong zu üben genau dieses heißt, nämlich die Begegnung von Himmel und Erde in der inneren Stille und Ruhe (auch eine mögliche Übersetzung von Tai 泰) immer wieder wirklich werden zu lassen, als eine Zeit des inneren Frühlings, der jederzeit, auch unabhängig von der tatsächlichen Jahreszeit, erlebt werden kann.


Monday, April 12, 2021

Ein paar verstreute Frühlingsgedanken

Frühling. Das Leben entfaltet sich. Alles wächst. Die Bäume knospen und ergrünen, Blütenduft erfüllt die Luft, überall zwitschern Vögel, während sie nach Nahrung suchen und Nester bauen. Doch ist der Übergang vom dunklen Winter zu den langen Tagen des lichten Sommers oft auch turbulent, mit raschen und plötzlichen Wechseln von Wind, Regen, Schnee, Sonne, mit Frosttemperaturen, die über Nacht sonniger Wärme weichen, und genauso plötzlich wieder zurückkehren.

Die Veränderungen in der Natur spiegeln sich im Körper und kommen in einer veränderten Qi-Bewegung zum Ausdruck. Im Frühling erwacht das Qi, es steigt und drückt nach oben und außen. Diesen Yang-Aspekt des Qi, kräftigend und stärkend, kann man schon in den frühen Stadien des jahreszeitlichen Übergangs spüren, dann, wenn sich im Körper empfundene Kälte oder Steifheit in Wärme oder Leichtigkeit verwandeln, wenn man durch einen plötzlichen Energieschub Erschöpfung und Langeweile überwindet, wenn sich die Stimmung hebt und wartende Möglichkeiten spürbar werden. All dies, obwohl wir alle natürlich weiterhin die Last und den Stress der schon mehr als ein Jahr dauernden globalen Krise zu tragen haben.

Der Frühling ist die Zeit, in der das Essenz-Qi (Jingqi 精气) das Qi öffnet, sein Erwachen  unterstützt, den Fluss von Qi 气 und Xue (Blut  und der Qi-Aspekt des Blutes) verbessert und sich mit dem kraftvollen Qi von Himmel und Erde verbindet, um Leben in all seiner Zartheit zu schaffen, zu erneuern und in seinen Transformationen zu schützen.

Beim Qigong-Üben ist es so, als würde man einen Frühjahrsputz halten und das Wohnzimmer auslüften ... Türen und Fenster werden weit geöffnet, um die abgestandene, staubige Luft mit frischer, lebendiger Luft zu ersetzen. Beim Üben kann das auf verschiedene Arten und Weisen geschehen, mittels spezieller Massagen (klopfen, streichen, vibrieren), durch bestimmte Methoden des Armschwingens, oder auch durch spezielle Atemtechniken. 

Diese „Pai Qi “ 排气 - Klären des Qi“ genannten Qigong-Methoden ermöglichen den umfassenden und raschen Qi-Austausch zwischen Mensch und Natur, wodurch alle transformativen Qi-Prozesse gestärkt werden. Praktiziert man Pai Qi als Abschluss des Übens, dann harmonisiert es den inneren Fluss des nährenden Yin-Qi mit dem äußeren Fluss des schützenden Yang-Qi. Die allgemeine Wirkung des Übens wird so konsolidiert und verstärkt. 

Ideal ist, wenn man frühmorgens Qigong draußen an der frischen Luft, in der Nähe von Bäumen oder in einem Park üben kann. In der Stadt ist dies nicht immer möglich. Das Qi der Natur ist jedoch überall, auch im eigenen Wohnzimmer. Das Wichtigste ist die frische Luft. Und die ist am besten nach einem Frühlingsregen, dessen feines Qi zusammen mit der feuchten und kühlen Luft sich leicht mit dem eigenen Qi verbindet und vermischt.

Es ist normal, wenn man im Frühling das Qi stärker spürt, wenn man also intensivere Qi-Wahrnehmungen hat. Zum Beispiel kann es sein, dass sich Hände und Füße während oder nach dem Qigong-Üben kühl oder sogar kalt anfühlen. Dies bedeutet, dass das Yang-Qi das im Körper befindliche abgestandene, kalte Qi, das den gleichmäßigen, leichtgängigen, schnellen Fluss des gesunden, warmen Qi blockiert, nach außen drückt. Oder man beginnt beim Üben oder auch später, wenn man sich nach dem Üben ausruht, leicht zu schwitzen - das kommt daher, dass sich das nährende Yin-Qi des Körperinneren mit dem schützenden Yang-Qi der Körperoberfläche harmonisiert. Dadurch fällt es dem Qi der Lunge leichter, die Poren zu öffnen und zu schließen, und die Haut beginnt besser zu atmen.

Das steigende Yang-Qi des Frühlings ist von Natur aus schöpferisch und warm, und gewinnt, während es 
dem Sommer zugeht, mehr und mehr an Kraft. Es steigt auf, drängt kräftig nach oben und außen und befördert die natürliche Transformation jedes Aspekts des Lebens. Ist man aufmerksam, lässt einen diese innere Bewegung eine engere Verbindung mit der Natur erleben, nicht nur draußen, auch zuhause. Ideen werden einem zufliegen, und die Gesundheit wird sich mit dem Qi heben und in Möglichkeiten des Tuns verwandeln.

Hoffentlich können wir in Zukunft wieder einmal einige von den speziellen Qigong-Methoden zeigen, durch die man auf engere und direktere Art mit der Natur zu kommunizieren lernt. Diese Art von Erfahrung ist inspirierend und belebend, und sie lässt eine Freude entdecken, die die Natur eigentlich immer bereit hält und die zu jeder Jahreszeit anders erlebt wird .. Noch ist Geduld vonnöten, aber es wird sich schon wieder die Gelegenheit ergeben. 

Wir wünschen allen einen schönen Frühling! 

PS: Die vier Kalligraphien zeigen alle das Zeichen: 春 Chun - Frühling. 

Saturday, April 10, 2021

Eine Übung zur Stärkung von Milz und Magen

In diesen nicht enden-wollenden pandemischen Zeiten sehr angebracht, möchte ich heute eine Übung zur Stärkung des Qi von Milz und Magen zeigen.

Der Funktionskreislauf von Magen und Milz wird „erworbene (houtian 后天- nachhimmlische) Qi-Quelle“ genannt und ist von entscheidender Wichtigkeit für das Funktionieren des gesamten Organismus.*

Sind Magen und Milz geschwächt, wird die „Transportieren und Transformieren“ genannte Funktion der Milz beeinträchtigt, durch die Nahrung in Qi und Blut umgewandelt wird. Mangelnde Bewegung (auch als Folge des Lockdowns), einseitige Ernährungsgewohnheiten (unregelmäßiges Essen, übermäßiges Essen, kaltes Essen, schweres Essen, zu stark gewürztes Essen, zu viel Rohkost etc.) schwächen Milz und Magen und verletzen das Yang der Milz. Dieser fehlt dann die Energie für das Transportieren und Transformieren der Nahrung, die Erzeugung von Qi und Blut funktioniert dann nicht recht, und eine Reihe von Problemen können entstehen: stagnierende Verdauung, kalte Hände und Füße, Wasseransammlungen im Gewebe und viele mehr.

Darum diese Übung zur Unterstützung des Qi von Milz und Magen. Sie nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, man braucht auch keine komplizierten Bewegungen zu lernen.

Der erste Teil besteht aus dem großen Kreis zur Regulierung des Qi (Öffnen, Heben, Schließen und Senken), verbunden mit dem Heilenden Laut 
„Hu“ für die Milz.

Während des Hebens atmet man durch die Nase ein während das Senkens rundet man die Lippen, atmet durch den Mund aus und stellt sich den Laut „Hu“ vor.. Diese Bewegung zusammen mit der Hu-Ausatmung wird einige Male wiederholt. Prof. Cong, der dies in seinen Seminaren unterrichtet hatte, meinte, sechs bis neun Wiederholungen genügten schon, man könne die Übung aber auch länger machen.

Der zweite Teil entspricht mehr oder minder der Baduanjin-Übung für Milz und Magen. Bei den Baduanjin lautet der Name der Übung: tiaoli piwei xu dan ju 调理脾胃需单举 - Um Milz und Magen zu regulieren sollte man einen Arm heben.

Die Hände werden dafür vor den Unterbauch gebracht, die Handflächen sind nach oben gerichtet. Dann - nomen der Übung est omen - wird eine Hand über Kopfhöhe gehoben, die Handfläche wird dabei nach oben gedreht, während die andere zur Seite bewegt wird, die Handfläche wendet sich nach unten. Am Ende des Hebens bzw. Senkens drücken die Hände nach oben bzw. unten. Die Bewegung seitenverkehrt wiederholen. Während des Hebens bzw. Senkens der Hände einatmen, beim Drücken ausatmen. Dabei wird der Bauch etwas nach innen gezogen.

Im Kontext der Baduanjin-Übungen würde man diese zweite Bewegung nur wenige Male machen, hier kann sie viel öfter wiederholt werden.

Zum Abschluss ein paarmal Öffnen, Heben, Schließen und Senken. Die Hände auf den Unterbauch legen und für ein paar Atemzüge so stehenbleiben.

Die Übung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden, die beste Zeit ist allerdings morgens nach dem Aufstehen. Auch ist dies eine Übung, die leicht draußen geübt werden kann. 

Die Funktionen von Milz und Magen stellen einen der wichtigen Aspekte des eigenen Qi dar. Sie brauchen regelmäßige Kräftigung und Unterstützung, wie z.B. durch diese Übung, sind sie dochabgesehen von der Pandemie und ihren Folgen, ganz generell im Kontext des modernen Lebens erheblicher Belastung ausgesetzt.

*Ein ausführlichere Beschreibung der Qi-Funktionen von Milz und Magen (im Zusammenhang mit den Übungen der Heilenden Laute) findet sich hier, unter diesem Link.


Thursday, April 8, 2021

Einfache Selbstmassage zur Erhaltung der Gesundheit - Teil 3

Dies ist nun der dritte Teil der einfachen Selbstmassage zur Erhaltung der Gesundheit. Der relevante Satz aus dem Huangdi Neijing - Lingshu lautet folgendermaßen: Befindet sich pathogenes Qi in der Milz, so  stagniert es in den Hüften."

Mit Hüfte ist hier ein ganzer Bereich gemeint, Oberschenkelansatz, Leisten, Hüftgelenke, generell der Verbindungsbereich von Oberschenkel und Becken, überall dort sammelt sich das xieqi 邪气 der Milz. Auch zwei wichtige Akupunkturpunkte liegen in diesem Bereich: Qichong 气冲 und Chongmen 冲门. 

Qichong  ist der 30. Punkt des Magenmeridians, der Punkt befindet sich zwei Daumenbreit seitlich der Körpermittellinie auf Höhe des Schambeins. Chongmen ist der 12. Punkt des Milzmeridians und liegt viereinhalb Finger seitlich des Oberrands der Schambeinfuge. Für die Massage braucht man aber die genaue Lokalisation nicht zu wissen, da man ja nicht nadelt, sondern mit der flachen Hand gegen die Leistengegend klopft. So ungenau kann man nicht sein, dass man die Punkte verfehlen würde.

Die Massage der Hüften (Leiste, Oberschenkelansatz, Unterbauch) verbessert die lokale Zirkulation von Qi und Blut, die Qi-Funktionen von Milz und Magen werden unterstützt. Die Stimulation von Qichong stärkt die Funktionskreisläufe Niere und Blase, Erschöpfungszustände von Niere und Blase können verbessert und Kältezustände ausgeglichen werden. Die Stimulation von Chongmen wirkt der Erschöpfung des Yin und pathogener Hitze entgegen, das Yang wird gesenkt und das Yin gekräftigt. Beide Punkte sind von großer therapeutischer Wichtigkeit. Sie haben auch eine direkte Verbindung zu den Außerordentlichen Meridianen (qijing bamai 奇经八脉) und liegen ganz nah an der Oberschenkelarterie, wodurch sehr effektiv auf den Fluss von Qi und Blut eingewirkt werden kann.  

Die Massage ist wieder sehr einfach: Man macht die flache Hand etwas hohl und klopft - im Stehen - gegen die Leistengegend, zuerst leicht und allmählich ein wenig fester, bis man das Gefühl hat, dass sich die Gegend erwärmt. Auf keinen Fall zu fest schlagen, man tut sich nichts Gutes und die Wirkung wird nicht verbessert, wenn man sich prügelt.


Tuesday, April 6, 2021

Regulation von Atem und Bewegung - ein Video zum Mitüben

Diese Übungen verwende ich sehr gerne in meinen Kursstunden. Ich habe sie vor vielen Jahren von Prof Cong gelernt, der sie in fast allen seiner Seminare unterrichtete.

Er meinte dazu: Bei meinen Seminaren liegt mir am Herzen, die gesundheitlichen Möglichkeiten des Qigong möglichst wirkungsvoll zu vermitteln. Dabei ist es am Wichtigsten, das Qi aller Seminar-Teilnehmer so schnell wie möglich zu regulieren und sie in die tiefe Ruhe des Qigong zu führen. Das geht mit einfachen Bewegungsabläufen am besten, man muss keine komplizierten Bewegungen lernen und erlebt sehr schnell die Wirkungen der Übung. Je tiefer die Stille, desto kräftiger bewegt sich das Qi, desto besser wird es reguliert, desto wirksamer das Qigong. Tiefe Ruhe, Regulation und Regeneration - Heilung und Gesundheit ergeben sich daraus. "

Im Video verbinde ich den Atem mit den Bewegungen. und zeige eine Technik von Prof. Cong, die er Wissen und vergessen" nannte. Vor allem, dann, wenn man den Atem mit größeren Bewegungen verbinden will, kann diese Technik hilfreich sein. 

Wissen und Vergessen heißt, dass man die Aufmerksamkeit immer nur kurz auf den Atem richtet, z.B. zu Beginn des Heben. Man beginnt einzuatmen (wissen, man weiß, dass jetzt die Einatmung kommt), kümmert sich aber im Verlauf des Hebens nicht weiter um den Atem (vergessen). Ebenso beim Senken, man beginnt auszuatmen und denkt im  weiteren Verlauf nicht weiter an den Atem. Prof. Cong meinte, dies sei eine gute Methode, um ohne Bemühung, wie von selbst, die lange, ruhige und tiefe Qigong-Atmung zu entwickeln. 


Friday, April 2, 2021

Aufmerksamkeit und Bewegung - Ein Übungsvideo

Mit der Aufmerksamkeit recht umzugehen, ist die größte Kunst im Qigong. Man kann verschiedene Definitionen des Qigong geben, eine einfache wäre diese: Immer dann, wenn sich die Aufmerksamkeit mit einer Bewegung (oder Haltung) verbindet, dann übt man Qigong. Ob die Bewegungsabläufe dabei einfach sind oder komplex, ist unerheblich, das Entscheidende ist die Aufmerksamkeit, durch sie erst wird eine Bewegung zu Qigong.

Um dies auf den Punkt zu bringen, wird in chinesischen Qigongkreisen oft folgender Spruch zitiert: Bodhidharma (der Begründer des Zen-Buddhismus),  aus dem Westen (d.h. aus Indien) gekommen, wirkte ohne Worte, nur durch die geistige Intention." 

Das heißt jedoch nicht, dass Qigong nur geistig geübt und das Qi gedanklich bewegt werden sollte. Ich habe in China keinen einzigen traditionellen Qigong-Lehrer kennen gelernt, der dies befürwortet hätte, ganz im Gegenteil, es wird als oberflächlich und irreführend abgelehnt.

Die Aufmerksamkeit soll in die Stille und Leere führen, sie ist Mittel, nicht Ziel. Sie darf nicht Selbstzweck werden und auch nicht im Übermaß eingesetzt werden. Üblicherweise wird die Aufmerksamkeit auf die Bewegung gerichtet (meist die Hände) und sehr dosiert verwendet. Da sie nicht zu stark werden sollte, ist Nachlässigkeit wichtig. Als ich noch für Prof. Cong übersetzte, war dies der Aspekt des Übens, auf den er am meisten achtete. Yong yi tai zhong 用意太重 Die verwendete Aufmerksamkeit ist zu stark, so findet man nicht in die Ruhe und das Qi kann sich nicht harmonisch und auf natürliche Weise entwickeln", so seine Ermahnung an zu beflissene und brave Schüler. 

Wohin die Bewegung geht, dorthin geht die Aufmerksamkeit. Folgt die Aufmerksamkeit der Bewegung der Hände, wird das Qi im Körper ganz von selbst folgen, und es wird entlang der natürlichen Bahnen fließen. Alles Weitere im Qigong baut auf diesem korrekten ersten Schritt auf.


Das Kleine geht hin, das Große kommt her - Ein Übungsvideo

Der Friede: Das Kleine geht hin, das Große kommt her. Heil! Gelingen! Auf diese Weise vereinigen sich Himmel und Erde, und alle Wesen kommen...