Temporärer Blog mit Informationen zu Chinesischer Medizin und Qigong für die Zeit der Coronavirus-Pandemie

Sunday, November 15, 2020

Die ersten drei "Leichten und Unbeschwerten Übungen"

Qigong am Sonntag Vormittag: zuerst die dritte der leichten und unbeschwerten Übungen, und dann die ersten drei alle zusammen.

Das "Leichte" und das "Unbeschwerte" brauchen wir, es ist traurig, dass Österreich nun die höchste Neuinfektionsrate weltweit hat, doppelt so viel wie die USA, die ja wohl eines der Musterbeispiele katastrophalen Corona-Managements darstellen.




Darum Übungen wie diese. Leicht und unbeschwert, das ist weit mehr als nur lockerwerden und entspannen, damit man die Krise und den Lockdown besser übersteht. 

Übungen wie diese stellen ein im medizinischen Sinn vorbeugendes Programm dar. Bei reguliertem Qi reduziert sich das Risiko der Ansteckung. Wir haben in Österreich leider nicht eine niederschwellige Möglichkeit, Qigong mit vorbeugenden TCM-Rezepturen zu verbinden, wodurch, wie China vorgezeigt hat, Infektionen effektiv unterbunden werden können.

Doch können wir Qigong üben und verstehen, dass das Qi zu regulieren (nicht nur durch Qigong und TCM, auch durch Ernährung und generellen Lebensstil) eine der wichtigsten Maßnahmen zur Infektions-Prävention ist. Warum das funktioniert, darüber habe ich im Frühjahr schon geschrieben, und ich werde das in der nächsten Zeit auch wieder tun. 

Wenn ich nur an Einzelheiten aus meinem persönlichen Umfeld denke, z.B. was ich von meinem Bruder höre, wo in dem Spital in Tirol, in dem er arbeitet, sich mehr und mehr Personal ansteckt und in den letzten Tagen eine ganze Station geschlossen werden musste, wenn ich höre, dass auf der Intensivstation der Neurochirurgie in Innsbruck, wo mein Vater im Frühjahr nach seiner Hirnblutung operiert wurde, nun ausschließlich Covid-Patienten liegen und kein einziger neurochirurgischer Fall, wenn ich daran denke, was Kerrys behandelnde Ärztin ihr schon im Oktober geschildert hat, dass im Innsbrucker Landeskrankenhaus tagtäglich auf irgendwelchen Stationen Krise herrscht und laufend improvisiert werden muss, um den Betrieb am Laufen zu halten, wenn ich daran denke, dass wir nun auch schon Covid-Fälle in der engeren Familie haben und allein in der letzten Woche mehr als 10 Freunde als K1-Kontakt in Quarantäne mussten, dann kann ich nicht umhin, an die bei uns vergebenen Chancen der Vorbeugung durch TCM zu denken. 

Mir ist vollkommen bewusst, dass, wenn man die TCM oder noch schlimmer, Qigong erwähnt, und über den unglaublichen Erfolg Chinas in der Bekämpfung und Kontrolle der Pandemie spricht, vornehmlich auf Unglauben stößt, als naiv belächelt wird, als esoterischer Spinner oder von manchen auch als Verteidiger der chinesischen Autokratie mit ihren Menschenrechtsverletzungen gesehen wird, kurz, ich weiß, dass das bei uns aus vielerlei Gründen kein Thema ist und leider kein Thema sein wird. Trotzdem spreche ich es hier an.

In China wurde während der Pandemie das Krankenhauspersonal mittels TCM-Vorbeuge-Rezepturen geschützt, mit hervorragendem Erfolg, es gab unzählige Spitäler und andere medizinische Einrichtungen, in denen sich weder Ärzte noch Krankenschwestern und Pfleger angesteckt haben. Der Vorschlag von Mag. Stöger zusammen mit den österreichischen TCM-Ärzten, Ähnliches in Österreich zu tun, um den Infektionsdruck von den Spitälern zu nehmen, im Februar dem Gesundheitsministerium übermittelt, hat bis heute keine Reaktion zur Folge gehabt.

Bei uns wird manchmal in Nebensätzen berichtet, dass die Pandemie in China unter Kontrolle ist. Tatsächlich ist sie für den Durchschnittsbürger seit einem halben Jahr vorbei. Bei uns wird, man kann nur sagen: fahrlässigerweise, nie dargestellt, woraus das chinesische Gesamtpaket der Pandemiebekämpfung bestanden hat. Es wird immer so getan, als ob die Maßnahmen, die China gesetzt hat, nur in einer Diktatur funktionieren können. TCM und Qigong haben jedoch keine Kompatibilitätsprobleme mit demokratischen Systemen, und ausgerechnet darüber, dass und wie die TCM den entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Eindämmung und Kontrolle des Virus geleistet hat, wird nicht berichtet.

Ich bin in stetem Kontakt mit meinen chinesischen Freunden, natürlich auch mit unseren Qigong-Lehrern, und sehe, dass in China das Leben wieder seine ganz normalen Gänge geht. Schon im Sommer gab wieder Massenevents in Wuhan, z.B. das HOHA Water Electrical Musical Festival. Der innerchinesische Tourismus blüht, vor einem Monat, anlässlich des chinesischen Nationalfeiertags, waren über 600 Millionen Menschen unterwegs. Bei uns wird hin und wieder über lokale Ausbrüche berichtet, wie über den in Qingdao. Ausbrüche dieser winzigen Dimension wären bei uns ein Traum, in Qingdao handelte es sich um 12 Fälle, in der Folge wurden binnen weniger Tage 9 Millionen Leute getestet, und damit die Weiterverbreitung verhindert. (Die Gesamtzahl der Tests für Österreich für das ganze Jahr liegt bei ca. 2,5 Millionen.)

Die Neuansteckungsrate pro Million Einwohner beträgt in China 0,1, in Österreich mit dem gestrigen Tag 995,1.

Doch mehr dazu ein anderes Mal. Es ist einfach traurig, dass eine billige und effektive Hilfe im Corona-Management, die auch nicht im Widerspruch zu den bei uns getroffenen und zu treffenden Maßnahmen steht, nicht einmal ignoriert wird.

Darum zurück zu Qigong, zurück zum Weichen, Langsamen, Sanften, zurück zu Stille und Entspannung und zur Öffnung gegenüber den schöpferischen Kräften der Natur.

Hier die „Einfachen und Unbeschwerten Übungen 1 bis 3:


Ganzheitsmedizinischer Kongress in Wien zu Covid 19 - Therapie, Prävention und Nachsorge

Über die wichtige, wesentliche und äußerst erfolgreiche Rolle, die die TCM in der Pandemiebekämpfung und -kontrolle in China spielt, wird in...