Temporärer Blog mit Informationen zu Chinesischer Medizin und Qigong für die Zeit der Coronavirus-Pandemie

Tuesday, June 9, 2020

养生蘑菇汤 Yangsheng Mogu Tang - Pilzsuppe zum Nähren der Vitalität


Pilze aller Art sind eine wichtige Zutat von “Yangsheng”-Rezepten. Eine der im Westen bekanntesten asiatischen Sorten ist der Shiitake-Pilz; er verleiht Suppen, Eintöpfen und pfannengerührten Gerichten besonders viel Aroma. 

Er besitzt starke medizinische Qi-Wirkungen Vor allem wegen seiner antikanzerogenen Eigenschaften ist er in den letzten Jahren Objekt vermehrter naturwissenschaftlicher Forschung sowohl in Asien als auch im Westen.

In diesem Rezept wird eine Mischung von frisch erhältlichen Pilzen verwendet. Es wäre am besten, wenn immer auch frische Shiitake-Pilze dabei sind. Sind diese nicht verfügbar, kann man auch zwei oder drei getrocknete, schwarze Shiitake-Pilze verwenden (vorher in warmem Wasser einweichen).

Dieses Rezept ist köstlich in seiner Kombination von Schweinefleisch, Tofu, Frühlingszwiebeln, weißem Pfeffer, Goji-Beeren und chinesischen roten Datteln. 

Das Rezept besitzt eine Reihe wichtiger medizinischer Wirkungen: Es tonisiert Qi, Blut und Yin-Essenz, es beseitigt feuchte Hitze, stärkt das Nieren-Qi, harmonisiert das Leber-Qi und regt das Lungen-Qi an.

Natürlich kann dieses Rezept als vegetarische Variante ohne Schweinefleisch zubereitet werden.* Das verändert die Qi-Wirkung des Rezepts, es ist dann weniger nährend für das Blut, und es harmonisiert das Leber-Qi nicht. 

Als vegetarische Variante ist es jedoch immer noch ein wirksames diätetisches Rezept mit sehr positiven Auswirkungen sowohl auf das Qi als auch die Essenz. 

Das angeführte Rezept ist für zwei Personen gedacht.



Zutaten:



Tofu-Schweinefleisch-Bällchen:


130 g mageres faschiertes Schweinefleisch

130 g Tofu (normaler weißer Tofu, kein Seiden-Tofu)

2 Frühlingszwiebeln, grüne Teile, fein gehackt

½ TL Salz

½ TL weißer Pfeffer

1 TL Sojasauce

¼ TL Zucker



Suppe:


1-2 TL Speiseöl

1 l kochendes Wasser

½ TL Salz

8 g Goji-Beeren

4 chinesische rote Datteln

250 g gemischte frische Pilze, in Stücke geschnitten 

Man kann z.B. 50 g Shiitake-Pilze, 50 g weiße oder braune Champignons, 50 g japanische Enoki-Pilze, 50 g Austernpilze, 50 g japanische Matsutake-Pilze (die japanischen Pilze findet man oft in Bio-Läden oder asiatischen Geschäften) nehmen. Man kann grundsätzlich aber jede beliebige Pilzsorte verwenden, Steinpilze, Portobello oder was es eben gibt. Wenn man keine frischen Shiitake findet, kann man getrocknete verwenden (in Bio- oder Asienläden findet man sie leicht). Getrocknete Pilze vor dem Kochen mindestens 30 Minuten in warmem Wasser einweichen. 




Zubereitung:


Das Faschierte in eine Schüssel geben. Den Tofu zuerst mit den Fingern zerkrümeln. 

- Dieser Schritt ist wahrscheinlich etwas arbeitsaufwendig, je feiner man den Tofu zerbröselt, desto besser. Leider hat der bei uns erhältliche Tofu, außer wenn er von einer chinesischen oder japanischen Firma hergestellt ist, immer eine falsche Konsistenz. - 

Den Tofu dann gründlich mit dem Fleisch mischen, pressen und verkneten. Die gehackten grünen Teile der Frühlingszwiebel und die Gewürze (Salz, weißen Pfeffer, Sojasauce, Zucker) dazugeben. Alles weiter mischen (mit einer kreisförmigen Bewegung, die immer in eine Richtung geht), bis das Fleisch Fasern zeigt und die Masse eine festere, klebrigere Textur bekommt. Dann werden die Fleischbällchen beim Kochen nicht zerfallen und leicht und locker bleiben.

Die Masse in der Schüssel in zwei Hälften teilen, und dann jede Hälfte in weitere drei gleiche Teile teilen. Jeden Teil zu einem Bällchen formen. Das ergibt dann 6 Fleischbällchen.

Das Öl in einem Wok oder in einem großen Topf erhitzen, die Fleischbällchen vorsichtig in das Öl geben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie außen bräunlich sind. Dabei die Bällchen vorsichtig hin- und herbewegen, bis die Oberfläche braun und versiegelt ist. Das dauert etwa 2 bis 3 Minuten, die Fleischbällchen müssen nicht vollständig gegart sein, es geht hauptsächlich darum, dass sie beim Kochen nicht zerfallen.

Das kochende Wasser in die Pfanne geben, den restlichen ½ TL Salz hinzufügen, ebenso die chinesischen roten Datteln. Zudecken und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten kochen.

Den Deckel abnehmen. Falls Fett an der Oberfläche schwimmt, dieses entfernen. Die Pilze hinzufügen und ohne Deckel kochen, bis die Pilze gar sind (ca. 5 – 10 Minuten). Am Ende die Goji-Beeren dazugeben.

Sofort servieren und genießen!



*Man könnte zum Beispiel Bällchen aus Tofu und geraspelten Karotten machen, mit etwas Maisstärke und einem Ei zur Bindung. Man muss halt ein wenig experimentieren. Die Suppe wird wegen der Pilze dann immer noch sehr gehaltvoll schmecken.

Letztes Posting: Übung zur Stärkung des Körpers im Kampf gegen die Epidemie

Dies ist der letzte Tag unserer Jia You! - Initiative, wir schließen sie mit einem Video ab. Ich hatte schon viel früher vor, dieses Vide...